Dr. Ludwig Spaenle. Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe

Dr. Ludwig Spaenle. Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Schulter und Schulter miteinander“, bildhafter und unmissverständlicher als mit dem Jahresmotto lässt sich das Selbstverständnis der Gesellschaft für Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit Franken e. V. nicht darstellen. Menschen stehen oder sitzen Schulter an Schulter, sie machen sich oder befinden sich schon miteinander auf einem Weg – auf dem Weg, die Gesellschaft trotz der selbst erfahrenen Probleme, trotz möglicher Differenzen und trotz jeweils eigener Interessen zu verändern, besser zu machen. Allein schon dadurch, dass Christen und Juden ohne Betonung von Gegensätzen, aber nicht ohne Wissen und Erkennen von Unterschieden zusammenkommen, Gemeinschaft praktizieren und aus dieser heraus ihren Alltag mitprägen. Das ist wertvoll und trägt Früchte.

Ich wünsche Ihrem Verein, dass die Mitglieder auch von der Einladung von Jesuitenpater Prof. Christian Rutishauser, der in diesem Jahr die Buber-Rosenzwei-Medaille erhält, zu einem Gespräch in Nürnberg neue Impulse zum Miteinander erhält und entwickelt, denn der Theologe Rutishauser hat intensiv zur Jüdischen Philosophie und zum Rabbinischen Judentum geforscht und den christlich-jüdischen Dialog vorangebracht. Vorbilder können uns anstecken und anregen, sie nicht zu kopieren, aber ihrem Ziel auf unserer Weise zu folgen.

 Dr. Ludwig Spaenle

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