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Zwischen Reform und Tradition

  • Caritas-Pirckheimer-Haus 64 Königstraße Nürnberg, BY, 90402 Deutschland (Karte)

Die Synagogen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Nürnberg. Vortrag am 9.5.2019 ab 19:00.

Nürnberg, Synagoge Essenweinstraße Stadtarchiv Nürnberg, A 39/I, 69 N

Nürnberg, Synagoge Essenweinstraße Stadtarchiv Nürnberg, A 39/I, 69 N

Nach der Vertreibung der Juden aus Nürnberg 1499 kam es erst im Jahre 1862 wieder zur Gründung einer jüdischen Gemeinde in Nürnberg. Die von dem Stuttgarter Architekten Adolf Wolf erbaute, am 8. September 1874 eingeweihte Hauptsynagoge setzte als frei stehender Monumentalbau mit auffälliger Kuppel einen herausragenden Akzent in der Silhouette der Stadt Nürnberg. Dieses Gotteshaus spiegelte das Selbstbewusstsein der liberalen Mehrheit der Nürnberger Juden. Daneben feierte eine Separatgemeinde, die sich Adas Israel nannte, ihre Gottesdienste nach orthodoxem Ritus – zunächst in einem Betsaal und ab 1902 in einer eigenen Synagoge in der Essenweinstraße, die einem stattlichen Stadtpalast glich. Beide Synagogen wurden während der NS-Zeit abgebrochen: die Hauptsynagoge bereits im August/September 1938 und die Synagoge in der Essenweinstraße, die am 10. November 1938 brannte, zwischen November 1938 und Februar 1939.

Dr. phil. Cornelia Berger-Dittscheid, Kunsthistorikerin und Architektin; seit 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Synagogen-Gedenkband Bayern, einem Projekt an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau.


Veranstalter Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus

Kooperationspartner GCJZ, evangelische stadtakademie, Forum für jüdische Geschichte und Kultur

Referent/in Dr. Cornelia Berger-Dittscheid

Eintritt frei

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass das Ende der Veranstaltung von der hier genannten Uhrzeit abweichen kann.


Frühere Veranstaltung: 9. Mai
Pfad der Toleranz