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Politische Psychologie des Antisemitismus

  • Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg 2 Gewerbemuseumsplatz Nürnberg, BY, 90403 Deutschland (Karte)

Vortrag und Gespräch mit Dr. Lutz Eichler (Universität Erlangen-Nürnberg) am 7.5.2019, 19:00 - 20:30.

Die Mehrheit der Deutschen kann sich nicht von der Aussage distanzieren, dass Juden an der Wall Street zu viel Einfluss hätten. Warum wollen oder müssen Sie so etwas glauben? Was bringt die Menschen dazu, die soziale Welt in Kategorien zu fassen, in der Juden eine so prominente negative Rolle einnehmen? Die moderne Vergesellschaftungsform scheint bestimmten Menschen die Möglichkeit über den Zusammenhang von ihrem Leben und dem der anderen nachzudenken, nachhaltig zu stören. Stattdessen bevorzugen sie eine Sichtweise, mit der sie unangenehme Gefühle wie Angst, Hass, Einsamkeit und Selbstzweifel vermeintlich loswerden. „Juden“ übernehmen in dieser Psychodynamik eine entscheidende Funktion. Im Vortrag wird es um den Zusammenhang von Vergesellschaftung, Psychologie und Antisemitismus gehen.

Dr. Lutz Eichler Studium der Sozialökonomie und Soziologie in Nürnberg und Frankfurt. 1997-2001 freier Journalist, wiss. Mitarbeiter an der Uni Frankfurt, seit 2007 an der Uni Erlangen, Promotion 2011; Weiterbildung zum Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten (TP). Veröffentlichungen u.a.: System und Selbst. Arbeit und Subjektivität im Zeitalter ihrer strategischen Anerkennung. Transcript 2013.


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Veranstalter Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg

Mitwirkende Dr. Lutz Eichler (Universität Erlangen-Nürnberg)

Eintritt/Kosten 8,00 EUR

Hinweis Weitere Infos www.bz.nuernberg.de, Kurs 20021


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