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Der Nürnberger Reformator Andreas Osiander (1496/98-1555)

  • eckstein 1-3 Burgstraße Nürnberg, BY, 90403 Deutschland (Karte)

Ein Kriminalfall, eine infame Beschuldigung und eine Verteidigung der Juden. Vortrag am 12.3.2019, ab 19:00.

Wappen der Familie Osiander. Foto: privat

Wappen der Familie Osiander. Foto: privat

Andreas Osiander (1496/98-1555), der Nürnberger Reformator, gehörte zu den wenigen Theologen der Reformationszeit, die Juden gegen ungerechtfertigte Anklagen verteidigten, denen sie seit dem Mittelalter ausgesetzt waren. Die perfideste und gefährlichste dieser Anklagen war die Behauptung, Juden bemächtigten sich christlicher Kinder, um sie zu töten und ihr Blut zu gebrauchen. Als im Frühjahr des Jahres 1529 ein neunjähriger Knabe in der Ortschaft Pösing (bei Pressburg) tot aufgefunden wurde, kam während der Obduktion der Verdacht auf, die ortsansässigen Juden seien für den Mord verantwortlich zu machen. Daraufhin verfasste Osiander einen Traktat, in dem er mit theologischen und logischen Gründen die Widersinnigkeit dieser Anschuldigung nachwies und Überlegungen anstellte, wie die wahren Mörder zu finden seien. Im Vortrag wird dieser faszinierende Text vorgestellt und mit seinen Hintergründen erläutert.

Buchcover. Foto: Verlag

Buchcover. Foto: Verlag

Prof. Dr. Matthias Morgenstern. Foto: privat

Prof. Dr. Matthias Morgenstern. Foto: privat


Veranstalter Evang. Stadtakademie Nürnberg

Kooperationspartner Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau, Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Franken e.V.

Referent/in Prof. Dr. Matthias Morgenstern

Eintritt Frei

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass das Ende der Veranstaltung von der hier genannten Uhrzeit abweichen kann.

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Frühere Veranstaltung: 12. März
Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg
Spätere Veranstaltung: 12. März
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