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Dr. Arthur Eichengrün – Von Aspirin bis Zeppelin

  • Bürgerpalais Stutterheim Marktplatz 1 91054 Erlangen Deutschland (Karte)

Eine biographische Würdigung. Vortrag am 14.3.2019 ab 19:30.

Am 7. August 1946 schickt die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Erlangen eine Urkunde nach Berlin und erneuert nach über einem halben Jahrhundert ein Doktordiplom. Arthur Eichengrün hatte es nach seinem Studium der Chemie am 7. März 1890 in Erlangen errungen. Es stand am Anfang der Karriere des 1867 geborenen deutsch-jüdischen Chemikers, Pharmazeuten und Pioniers der Kunststofftechnik. Carl Duisberg machte ihn zum Leiter des pharmazeutischen Laboratoriums der Bayer-AG. In den eigenen „Cellon-Werken“ wurde das Aspirin und Patente von internationaler Bedeutung auf dem Gebiet der Kunststoffchemie entwickelt, die etwa beim Zeppelin zum Einsatz kamen. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernehmen, werden die Cellon-Werke arisiert. Eichengrün verliert fast seinen gesamten Besitz und wird 1944 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Er überlebt das Konzentrationslager und kann bis zu seinem Tod im Dezember 1949 seine Rehabilitierung als bedeutender Wissenschaftler erleben.

Ausweis von Dr. Arthur Eichengrün als „Opfer des Faschismus“, ausgestellt vom Magistrat der Stadt Berlin 1946. Foto: Ulrich Chaussy

Ausweis von Dr. Arthur Eichengrün als „Opfer des Faschismus“, ausgestellt vom Magistrat der Stadt Berlin 1946. Foto: Ulrich Chaussy

Referent Ulrich Chaussy. Foto: Ulrich Chaussy

Referent Ulrich Chaussy. Foto: Ulrich Chaussy


Veranstalter Katholische Erwachsenenbildung Erlangen

Kooperationspartner Jüdische Kultusgemeinde; Stadt Erlangen

Referent/in Ulrich Chaussy, München

Eintritt Frei

Hinweis Bitte bedenken Sie, dass das Ende der Veranstaltung von der hier genannten Uhrzeit abweichen kann.

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